Tennet muss Kriterien für SuedLink-Trasse endlich offen legen

Anlässlich der heutigen (10. November) Anhörung im Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtages fordern die Grünen den Netzbetreiber Tennet und die Bundesnetzagentur auf, endlich die Kriterien für die vorgeschlagene SuedLink-Trasse offenzulegen.

„Für die Planung der Stromleitung zwischen dem schleswig-holsteinischen Wilster und Grafenrheinfeld in Bayern ist die Bundesnetzagentur gemeinsam mit Tennet zuständig, weil ein solches länderübergreifendes Projekt sinnvollerweise nur in der Verantwortung des Bundes laufen kann. Welche Planungskriterien zu der jetzt vorgeschlagenen Trassenvariante geführt haben und wie die einzelnen Kriterien gewichtet wurden, ist aber weithin unklar. Das muss deutlich transparenter werden“, fordert Anja Piel, Grüne Abgeordnete aus Fischbeck. Der Forderung der CDU-Landtagsfraktion, das Land solle selbst einen Trassenvorschlag machen, erteilt Piel eine klare Absage. „Die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung hat die Planungsverantwortung 2011 mit beim Bund angesiedelt und das war auch vernünftig.“

Die Energiewende könne nur gelingen, wenn auch bei den Betroffenen entsprechende Akzeptanz vorhanden ist und die entstehe nur bei einem Höchstmaß an Transparenz, so Anja Piel weiter. Außerdem müsse wenigstens dort, wo Mindestabstände zur Wohnbebauung und zu ökologisch besonders sensiblen Bereichen nicht eingehalten werden könnten, verstärkt eine Erdverkabelung eingesetzt werden.

„Klar ist, dass es am Ende immer Betroffene geben wird. Nur mit einer in allen Schritten nachvollziehbaren Planung ist auch bei den Betroffenen ein Mindestmaß an Akzeptanz zu erwarten“, ist sich Piel sicher.

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