Antwort auf die Kleine Anfrage zum AKW Grohnde Piel und Watermann: „Grohnde ist ein Risiko für das Weserbergland“

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Am 28.09. informierte das Niedersächsische Umweltministerium über ein Ereignis mit einem Transportbehälter im Atomkraftwerk Grohnde. Ein Transportbehälter sei bei der Handhabung „verrutscht“. Die Landtagsabgeordneten Anja Piel (Grüne) und Ulrich Watermann (SPD) wollten es genauer wissen und stellten gemeinsam mit Miriam Staudte (Grüne) eine Kleine Anfrage zu dem Vorfall. Nun liegt die Antwort vor.

Laut Umweltministerium geriet der Behälter mit unbestrahlten Brennelementen ins Rutschen, als er ins AKW eingeschleust werden sollte. Der genaue Hergang ist noch nicht geklärt. Sicher ist aber, dass die Brennelemente nicht mehr verwendet werden können, aber noch nicht zurück zum Hersteller in Lingen transportiert wurden, sondern in Grohnde lagern.

„Das bei dem Vorfall nichts Gravierendes passiert ist, heißt nicht, dass er ungefährlich war“, sagte Piel. „Unfälle passieren insbesondere bei einem alten Kraftwerk immer wieder. Für die Restlaufzeit braucht es deshalb Sorgfalt und Sensibilität. Atomkraft ist eine Risikotechnologie, bei der jede übersehene Materialermüdung und jeder zu spät entdeckte Fehler fatale Folgen haben kann. Mit diesem Risiko leben wir im Weserbergland, bis Grohnde endgültig abgestellt ist. Und das sollte so schnell passieren wie möglich.“

Watermann dankte Umweltminister Stefan Wenzel für die gute Informationspolitik. „Wir haben schnell Antwort auf unsere Frage bekommen und sind uns sicher, dass Umweltminister Wenzel solch sicherheitsrelevante Vorfälle genau so kritisch und mit Sorge betrachtet, wie die vielen besorgten BürgerInnen in den betroffenen Regionen, wie etwa dem Weserbergland. Für uns alle gilt es, fortwährend Sicherheit und Risiko abzuwägen und daraus die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Ich bin froh, dass wir mit Stefan Wenzel hierbei den richtigen Partner auf der Seite der Betroffenen haben.“

Die Antwort auf die Kleine Anfrage finden Sie hier.

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