Fukushima mahnt: Atomausstieg konsequent umsetzen

Zum vierten Jahrestag der Atom-Katastrophe von Fukushima in Japan am 11. März 2015 erklärt Anja Piel, grüne Landtagsabgeordnete aus Fischbeck:

„Es gilt immer noch: Sicher ist nur das Risiko. Fukushima muss für uns eine dauernde Warnung sein. Unser Mitgefühl gehört den betroffenen Menschen in Japan.“

Mit Blick auf den in Deutschland beschlossenen Automausstieg mahnt die Grünen-Politikerin: „Gerade die letzten Betriebsjahre der Altmeiler wie etwa Grohnde bergen immer noch eine große Gefahr und unkalkulierbare Risiken.“

In Niedersachsen soll mit dem AKW Emsland im Jahr 2022 der letzte Meiler vom Netz gehen. Scharf kritisiert die Grünen-Politikerin Piel, dass weiterhin Millionen-Beträge im Rahmen der aktuellen Forschungsförderung des Bundes in neue Atom-Reaktor-Typen fließen. „Es widerspricht dem gesellschaftlich gewollten Atomausstieg, dass von 77 Millionen Euro Forschungsmitteln im nuklearen Bereich lediglich 21,3 Millionen für Stilllegung, Rückbau und Endlagerung vorgesehen sind – weniger als ein Drittel!“

Hintergrund 

Vier Jahre nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima kämpft Japan noch immer mit den verheerenden Folgen. Die geschmolzenen Brennstäbe konnten noch nicht geborgen werden, auf dem Kraftwerksgelände wird tonnenweise belastetes Kühlwasser aufgefangen. Die Umgebung ist großflächig radioaktiv kontaminiert. Die Organisation ‚Ärzte gegen Atomkrieg‘ (IPPNW) weist darauf hin, dass bei einer systematischen Schilddrüsen-Untersuchung bereits bei zahlreichen Jugendlichen Knoten, Zysten und Krebserkrankungen festgestellt wurden.

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