Sprach-Lern-Klasse Besuch bei der Wilhelm-Raabe-Schule in Hameln

Am 30.09. besuchte Anja Piel eine der beiden Sprachlernklassen an der Wilhelm-Raabe-Schule in Hameln. Begleitet und angeleitet von einer äußerst engagierten Lehrerin, und tatkräftig unterstützt auch von Schulleiter Werner Schmidt, lernen dort knapp 20 Schülerinnen und Schüler die deutsche Sprache.

Das klappt bei einigen der etwa 11 bis 15 Jahre alten Jugendlichen erstaunlich gut. Bereits nach knapp 6 Wochen können sie sich sehr gut verständlich machen. Andere brauchen ein wenig länger.
Aber das ist auch kein Wunder, bei dieser bunt gemischten Gruppe. Hier kommen junge Menschen aus Syrien, Afghanistan, den Balkanstaaten aber auch Afrika und dem Irak zusammen. 

Ganz unterschiedlich sind die Voraussetzungen, mit denen sie in Deutschland eingetroffen sind: Einige haben zumindest rudimentäre Englischkenntnisse oder sind bereits mit den lateinischen Schriftzeichen vertraut – andere kannten bis zu ihrer Ankunft in Deutschland eigentlich nur die von rechts nach links geschriebenen arabischen Schriftzeichen. Einige sind froh, nun in Frieden leben und eine Schule besuchen zu können – andere haben die Folgen des Krieges und der Flucht noch nicht wirklich verwunden und brauchen besondere Unterstützung.

Die Voraussetzungen der Jugendlichen sind also ganz unterschliedlich – allen gemein ist jedoch die Freude am Lernen und die Lust, sich in der neuen Umbegung zurechtzufinden und möglichst gut verständlich machen zu können.

Die Teilnahme an diesem besonderen Förderunterricht ist übrigens auf ein Jahr begrenzt. In dieser Zeit sollen die Sprachkenntnisse der SchülerInnen so ausgebaut sein, dass sie anschließend in den Regelklassen unterkommen können. 

Finanziell gesehen sind die Schulen mit Blick auf die Sprachlernklassen, die es seit 2005 in ganz Niedersachen gibt, nun über den Nachtragshaushalt recht gut ausgestattet. Problematisch gestaltet sich allerdings die Suche nach entsprechend ausgebildetem Personal.

Radiobeitrag des Lokalsenders radio aktiv

Zurück zum Pressearchiv