Statement Anja Piel zum Runden Tisch Moorbrand

© Filiz Polat, MdB

Heute tagt der Runde Tisch Moorbrand des niedersächsischen Umweltministeriums. Zudem wurde der Abschlussbericht des Verteidigungsministeriums vorgelegt. Dazu sagt Anja Piel, Fraktionsvorsitzende:

„Da brennen wochenlang streng geschützte Lebensräume in Niedersachsen und Umweltminister Lies lädt weder Naturschutz- noch Umweltverbände zum Runden Tisch ein. Für den Minister scheinen Klima- und Naturschäden nur von untergeordneter Bedeutung zu sein. Die Bewertung der Folgen für Umwelt und Klima muss durch unabhängige Experten erfolgen und nicht durch die Landesregierung oder die Bundeswehr!

Der Abschlussbericht legt jede Menge Lücken bei der Risikoabwägung und vor allem beim Krisenmanagement offen. Viele Fragen bleiben ungelöst: Was passierte zwischen dem vierten und dem achten Tag des Brandes? Wie können ohne Luftmessung die gesundheitlichen Gefahren für die Bevölkerung beurteilt werden? Wie groß ist der Schaden an der Natur, wie hoch die Menge an ausgestoßenem CO2?

Statt der scheibchenweisen Informationstaktik der Bundeswehr fordern wir einen umfassenden Bericht als Grundlage für Verbesserungen. Und solange keine lückenlose Aufklärung stattgefunden hat, darf auch nicht weiter im Gebiet geschossen werden. Darüber hinaus sollte die Bundeswehr nicht nur schleunigst alle Kosten für die Folgen des Brandes übernehmen, sondern sollte auch in den Moorschutz investieren, um die großen Schäden zumindest teilweise wieder auszugleichen. Wer den Schaden verursacht, muss ihn auch zahlen!“

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