Statement Anja Piel zu den Missbrauchsfällen in Lügde

Zu den neuesten Entwicklungen im Fall Lügde und dem verschwundenen Beweismaterial erklärt Anja Piel, Fraktionsvorsitzende der grünen Landtagsfraktion:

„Zu den Missbrauchsfällen in Lügde kommen fast täglich neue erschreckende Informationen an Licht. Mehr und mehr ergibt sich daraus das Bild von einem eklatanten Versagen beim Kinderschutz. Polizei, Jugendämter und Kreisbehörden zweier benachbarter Bundesländer haben den jahrelangen und organisierten Missbrauch von Kindern nicht verhindern können. Dabei stellt sich auch die Frage, ob die Nähe zur Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfahlen und Niedersachsen und die damit verbundenen Zuständigkeiten verschiedener Behörden gezielt von den Tätern zur Verschleierung genutzt wurde. Strukturelle Defizite in der Zusammenarbeit zwischen einzelnen Behörden, aber auch zwischen den Bundesländern müssen deshalb dringend aufgedeckt und beseitigt werden – in Nordrhein-Westfalen, in Niedersachsen, aber auch in enger Kooperation beider Bundesländer. Ich halte es deshalb für sinnvoll, dass die niedersächsische Polizei die Kolleginnen und Kollegen in NRW bei der Aufklärung unterstützt und dafür eine Sonderkommission einrichtet.“

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