Neustart der Landeszentrale für politische Bildung in Niedersachsen nach 12 Jahren Anja Piel: „Rückenwind für mehr Demokratie und Medienkompetenz

Einstimmig beschloss am heutigen Donnerstag (14. April 2016) der Niedersächsische Landtag die Neugründung der Landeszentrale für politische Bildung. Anja Piel begrüßte die Einigkeit des Landtages: „Es freut mich sehr, dass alle Fraktionen diese rot-grüne Initiative mittragen. Das gibt diesem wichtigen Projekt Rückenwind und sichert die Landeszentrale langfristig.“

„Politik spielt sich nicht nur in Berlin und Brüssel ab, sondern hier vor Ort“, so Piel. Eine eigene Niedersächsische Landeszentrale könne die Debatten in Niedersachsen aufnehmen und bereichern. „Das kommt auch den Menschen hier im Weserbergland zugute, bei denen ich so viel Lust auf politische Diskussion spüre, wie schon lange nicht mehr“, so Piel.

Die damalige schwarz-gelbe Landesregierung unter Christian Wulff hatte im Jahr 2004 die eigene Landeszentrale für politische Bildung abgeschafft. Seitdem hat Niedersachsen als einziges Bundesland 12 lange Jahre ohne Landeszentrale auskommen müssen. „Das war ein schwerwiegender politischer Fehler, den wir nun gemeinsam behoben haben“, so Piel.

Ein einfaches Zurück zu alten Strukturen werde es aber nicht geben. „Aufgabe der neuen Landeszentrale wird es sein, die guten Konzepte und erprobten Formate der Bildungsträgerlandschaft zu vernetzen, Lücken zu identifizieren und Impulse zu geben.“ Insbesondere die Ausweitung auf Medienkompetenz ist Piel zufolge wichtig: „Die Medienlandschaft ist so vielfältig und schnelllebig geworden, dass die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung immer wichtiger wird,“ so Piel.

Hintergrund

Für die Landeszentrale für politische Bildung sind eine Million Euro im Haushalt eingestellt. Zudem stehen für die Träger der politischen Bildung 5,3 Millionen Euro für die Träger der Erwachsenenbildung zur Verfügung. Insgesamt erfährt das Land damit eine Stärkung der Erwachsenenbildung.

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