Netzausbau braucht Akzeptanz Anja Piel: Mehr Erdkabel möglich machen

Anja Piel, grüne Landtagsabgeordnete aus Fischbeck, bekräftigt die grüne Forderung, beim Ausbau der Stromnetze auf Erdverkabelung zu setzen. Auf der durch die von SuedLink betroffenen Landkreise organisierten Fachkonferenz Technische und wirtschaftlichen Fragen zum Einsatz von Erdkabeln bei HGÜ-Infrastrukturvorhaben, die gestern in Kassel stattgefunden hatte, sieht sich Piel durch Wissenschaftler und Energieexperten in ihrer Position bestätigt:

"Erdkabel sind nicht nur die menschenfreundlichsten, sondern auch umweltschonendsten Adern der Energiewende. Der Berliner Gesetzentwurf sieht Erdkabel nach wie vor nur als Ausnahme oder als Pilotprojekt vor. Das ist zu wenig."

Die Energiewende von morgen funktioniere nicht mit Technologien von gestern. Ein intelligentes Netz mit Vorbildfunktion erfordere Erdverkabelung, so Piel.

Um den günstigen Windstrom aus dem Norden zu den industriellen Verbrauchern in den Süden bringen zu können sei, so Piel, der Netzausbau unumgänglich – auch für Bayern. „Seehofer ist dagegen auf energiepolitischer Geisterfahrt. Wenn er mit seinem andauernden Boykott durchkommt, drohen Laufzeitverlängerungen für Atom- und veraltete Kohlekraftwerke“, warnt die grüne Abgeordnete.

Lange Zeit wurden Erdkabel als zu teuer eingeschätzt. Die gestrige Konferenz habe dies als Fehleinschätzung offenbart. „Je mehr Erdkabel politisch gewollt sind, desto günstiger wird es. Zudem schafft Erdverkabelung die Akzeptanz, die uns hilft, Projekte zeitgerecht zu realisieren – ein Beitrag zur Senkung der Gesamtkosten der Energiewende“, betont Piel.

Die Kosten von Erdkabeln wurden bislang auf vier- bis achtmal so hoch wie Freileitungen geschätzt. Experten glauben aber, dass die Technik erheblich günstiger machbar ist.

„Und nicht zuletzt würde uns eine Erdverkabelung in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Schaumburg vor harten Einschnitten unserer schönen Landschaft bewahren – ein nicht zu unterschätzender Faktor, der sich in Menschen-, Umwelt-, Klima- und Kostenfreundlichkeit einreiht“, so Anja Piel abschließend.

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