Pressemeldung Nr. 13 vom

Kali + Salz Anja Piel: Landesregierung billigt Bergbau ohne Rücksicht auf Verluste

© Nature Pictures - flickr.com

Darum geht’s

Das Landesbergamt hat gestern die Wiederinbetriebnahme des Kali-Werks Siegfried-Giesen im Landkreis Hildesheim genehmigt.

Das sagen die Grünen

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende und regional zuständige Abgeordnete

„Kommunale Debatten interessieren diese GroKo genauso wenig wie die Wasserqualität niedersächsischer Flüsse: Umweltminister Lies und Wirtschaftsminister Althusmann haben in einer unheiligen Allianz als Erfüllungsgehilfen von K+S die Fortführung des Kali-Bergbaus im Werk Siegfried-Giesen durchgedrückt. Die Landesregierung nimmt billigend in Kauf, dass die Innerste und das Grundwassers noch weiter versalzen und ignoriert die berechtigten Sorgen von Anwohnerinnen und Anwohnern, Umweltverbänden und des Hildesheimer Kreistags.“

„Die GroKo setzt eine aus der Zeit gefallene Bergbaupolitik ohne Rücksicht auf Verluste fort. Dabei haben SPD und CDU schon im Jahr 2010 in einem Landtagsbeschluss festgestellt, dass die Einleitung von salzigen Abwässern und das Aufschütten weiterer Salzhalden nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen. Aber was schert CDU und SPD ihr Geschwätz von gestern, in Sachen Umweltschutz ist von diesen beiden Wirtschaftsministern nichts zu erwarten. Jetzt liegt die Verantwortung also wieder bei den Umweltverbänden und Bürgerinitiativen – eine bittere Pille für die Menschen vor Ort.“

Zum Hintergrund

Der Stand von Wissenschaft und Technik sieht längst den Einsatz von modernen Bergbautechniken vor, die salzige Abwässer vermeiden und ohne die Aufschüttung von Kalihalden auskommen. Dabei wird die Verwertung der Rohsalze optimiert und Rückstände unterirdisch in ausgeförderten Bergwerksteilen gelagert. So wäre auch der Rückbau der bestehenden Kalihalde möglich.

Zurück zum Pressearchiv