Mehr Gewässerschutz in Niedersachsen Anja Piel: Gewässerrandstreifen zum Schutz von Gräben, Bächen und Flüssen

©fotolia - Carl-Juergen Bautsch

Die rot-grüne Landesregierung will das Niedersächsische Landeswassergesetz (NWG) überarbeiten. Mit der Novelle sollen u.a. Gewässerrandstreifen von fünf Meter Breite an den kleineren Gewässern dritter Ordnung eingeführt werden, wie sie im Bundes-Wasserhaushaltsgesetz (WHG) vorgesehen ist. Gewässerrandstreifen gibt es in Niedersachsen bereits an Gewässern erster und zweiter Ordnung.

„Die Gewässerrandstreifen sind wichtig für den Schutz von Oberflächengewässern. Die Gewässerqualität ist in vielen Regionen in Niedersachsen schlecht, die Nährstoffbelastung hoch", so die Grüne Landtagsabgeordnete Anja Piel (Fischbeck). In den Regionen Hameln-Pyrmont und Schaumburg ist der überwiegende Teil der Gewässer in die Gewässergütestufe belastet." Ein wesentlicher Belastungsfaktor seien Einträge aus der Landwirtschaft. „Die Randstreifen dienen als Pufferfläche, um die Auswaschung von Pestiziden und Düngemitteln in kleinere Gewässer zu verringern. Denn diese kleineren Gewässer fließen weiter in größere Gewässer und belasten auch diese", so die Grünen Politikerin.

„Eine Bewirtschaftung der Gewässerrandstreifen bleibt weiterhin möglich" betont Piel. „Auch, wenn nicht gedüngt werden darf: Alleine über den Luftweg werden bis zu 40 Kilogramm Stickstoff pro Jahr und Hektar in den Boden eingetragen. Die Flächen können also auch weiterhin genutzt werden. Gewässerrandstreifen können aber auch als Greening-Maßnahme anerkannt werden. Dadurch könnten Landwirte ihre ökologischen Verpflichtungen gegenüber der EU erfüllen. Gewässerrandstreifen ersparen den Landwirten dadurch ökologische Maßnahmen an anderer Stelle."

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