Beitragsfreiheit für Kindergärten Anja Piel besucht den kirchlichen Kindergarten in Meerbeck

Die vom Land Niedersachsen eingeführte Beitragsfreiheit für Kindergärten und die Übertragung der Sprachförderung an die Kitas war Grund für einen Besuch von Anja Piel im kirchlichen Kindergarten in Meerbeck am 3. Juli 2018.  Beim Termin anwesend waren die Leiterin des Kindergartens, Ursula Möller, ihre Stellvertreterin Elke Kreft, die Leiterin der benachbarten Grundschule Niedernwöhren, Jutta Roth und Anke Völkening aus der Grundschule in Meerbeck. Außerdem begleiteten Irmhild Knoche, ehemalige Förderschullehrerin Mitglied der Grünen sowie Dagmar Kretschmer, Geschäftsführerin des Kreisverbandes Schaumburg Anja Piel bei dem Besuch.

Alle waren sich einig, dass die Gesetzesänderungen positiv sind, die Umsetzung jedoch äußerst fehlerhaft und einfach zu kurzfristig. „Es kommen täglich neue Informationen, die jedoch nicht ausgegoren sind.“ Sowohl die Schulen als auch die Kindergärten beklagen das.

Piel: „Eine Übergangszeit von zwei Jahren wäre der Sache zuträglich gewesen. Jetzt wird es zwei Jahrgänge geben, die zwischen Baum und Borke hängen. Die Sprachförderung durch die Kindergärten werden nicht in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit umzusetzen sein. Mit den zusätzlichen Aufgaben verschärfe sich auch das Problem des Fachkräftemangels.“

Piel weiter: „Die Grünen haben deshalb im Januar einen Antrag in den Landtag eingebracht, mit dem eine Drittkraft für die Kindergartengruppen im Kita-Gesetz verankert und vom Land finanziert werden soll.“

Anja Piel befürchtet außerdem, dass es sogar zu größeren Gruppen kommen könnte. Was die Gruppengröße betrifft, waren sich alle einige und sehen sich von der Wissenschaft bestätigt: Die beste Förderung von Kindern kann geleistet werden, wenn die Gruppen kleiner werden.

Die Leiterin des Kindergartens hätte sich gewünscht, dass das Geld zur Finanzierung der Beitragsfreiheit zuerst lieber in die Erreichung dieses Ziels investiert worden wäre. Sie bedankt sich bei Anja Piel für deren Bereitschaft und Verständnis sich ihre Sorgen und Nöte anzuhören. 

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