Anja Piel: AKW Grohnde steht unter scharfer Beobachtung

Heute (27.05.) hat Umweltminister Wenzel den Betreiber des Atomkraftwerks Grohnde zu einem Aufsichtsgespräch nach Hannover zitiert. Bei Sicherheitsüberprüfungen im Reaktorkern waren Federbrüche an neun Drosselkörpern  festgestellt worden. Anja Piel, Grüne Abgeordnete aus Fischbeck, sieht sich hierdurch in ihrem Misstrauen gegen Grohnde bestätigt: „Die Sicherheitsüberprüfungen im AKW Grohnde decken immer weitere Mängel auf. Das bestätigt unsere Befürchtungen, dass der alternde Meiler die hohen Sicherheitsanforderung nicht mehr erfüllt.“

Das AKW Grohnde ging vor über einem Monat für die jährliche Revision vom Netz. Anja Piel fordert nun: „Grohnde darf nicht wieder ans Netz, solange die Zweifel an der Sicherheit des Meilers nicht ausgeräumt werden können. Die Schäden zeigen, wie notwendig es ist, dass die niedersächsische Atomaufsicht dem Betreiber genau auf die Finger schaut.“

Zum Hintergrund: Drosselkörper werden im Kühlsystem des Reaktorkerns eingesetzt. Der nun festgestellte Defekt wurde als meldepflichtiges Ereignis eingestuft. Die niedersächsische Atomaufsicht prüft derzeit die sicherheitstechnische Relevanz des Schadens. Während der jährlichen Revision wurde zuvor bereits einen Defekt am Generator des Kraftwerks festgestellt, der nun ausgetauscht werden soll.

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