Erdkabel besser für Mensch und Umwelt Piel und Watermann erwarten von Tennet transparentes Verfahren

Der Netzbetreiber TenneT hat am 7. März seinen Vorschlag für den Trassenverlauf sowie einen Alternativkorridor für die Hochspannungsleitung Südlink vorgelegt. Die Landtagsabgeordneten Anja Piel (Grüne) und Ulrich Watermann (SPD) begrüßen das Ergebnis im Grundsatz. „Es ist ein Erfolg, dass die Südlink-Trasse vollständig erdverkabelt wird. SPD und Grüne haben das gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erfolgreich gefordert, um die Belastungen für die Menschen gering zu halten“, so Piel. Erdkabel haben im Vergleich zu Freileitungen zudem eine geringere Strahlenbelastung für die nähere Umgebung. „Es ist auch der Initiative unseres Landrates Tjark Bartels zu verdanken, dass wir in Niedersachsen keine Riesenmasten haben werden“, ergänzte Watermann.

Mit der Vorlage der Trassenkorridore beginnt der formale Genehmigungsprozess. „Bei aller Freude, dass Hameln-Pyrmont nun kaum von SüdLink betroffen ist – Ziel muss es sein, in ganz Niedersachsen den Trassenverlauf zu finden, der am besten für Mensch und Umwelt ist“, sagt Ulrich Watermann. Piel und Watermann rufen deshalb alle Betroffenen, Kommunen und BürgerInnen dazu auf, sich in das Verfahren einzubringen: „Wir appelliere an Tennet und die Bundesnetzagentur, für maximale Transparenz zu sorgen. Nur so kann es am Ende auch die nötige Akzeptanz für das Projekt geben.“

Hintergrund

2015 hat die Bundesregierung auch auf Druck aus dem rot-grünen Niedersachsen einen Erdkabel-Vorrang für das Projekt Südlink beschlossen. Daraufhin hat der zuständige Netzbetreiber Tennet seine Vorplanung neu gestartet. Da Südlink durch mehrere Bundesländer verläuft, ist für die Genehmigung allein der Bund zuständig. Die Anträge an die Bundesnetzagentur sollen noch im März eingereicht werden. Damit startet der formale Genehmigungsprozess und die zugehörige Bürgerbeteiligung. Der endgültige Korridor wird von der Bundesnetzagentur voraussichtlich in zwei Jahren festgelegt.

Es folgt jetzt ein zweistufiges Verfahren. Im Rahmen der Bundesfachplanung (Raumordnungsverfahren) wird ein ein Kilometer breiter Korridor festgelegt. Im anschließenden Planfeststellungsverfahren erfolgt die endgültige Ausbauplanung. In beiden Verfahrensschritten haben Anwohner und Kommunen die Gelegenheit, ihre Argumente einzubringen.

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