Pressemeldung Nr. 6 vom

Kinderarmut Anja Piel: Groko muss Verantwortung gerecht werden

Darum geht’s

Caritas und Diakonie im Oldenburger Land haben in der heutigen (11. Januar 2018) Ausgabe der NWZ die Landes- und Bundespolitik aufgefordert, Schulkinder aus sozial schwachen Familien stärker zu unterstützen.

Das sagen die Grünen

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin

„Die Erhebung von Caritas und Diakonie macht deutlich: Schon ein vergleichsweise kleiner Betrag würde ausreichen, um den Bedarf dieser Kinder zu decken. Solange der Bund seiner Verantwortung nicht gerecht wird, muss das Land Niedersachsen diese Lücke füllen. Die Groko hat sich das Thema kostenfreie Bildung groß auf die Fahnen geschrieben. Sie muss jetzt auch liefern!“

„Bildung ist für Schulkinder nicht umsonst, nur weil der Schulbesuch nichts kostet! Wir weisen seit Jahren darauf hin, dass das Bildungs- und Teilhabepaket nicht ausreicht, um armen und von Armut bedrohten Kindern gleiche Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen. Die Mittel müssen erhöht und die Familienleistungen reformiert werden, um allen Kindern gleiche Startchancen zu verschaffen. Es ist das Mindeste, dass alle Kinder mit den erforderlichen Schulmaterialien ausgestattet sind.“  

Zum Hintergrund

Einer eigenen Erhebung von Diakonie und Caritas im Oldenburger Land zufolge liegen die Kosten für Schulbedarfe im Durchschnitt bei 152 Euro pro Schuljahr. Über das Bildungs- und Teilhabepaket haben leistungsberechtigte Familien derzeit Anspruch auf 100 Euro pro Schuljahr. Davon sind jedoch nicht nur die Kosten für Schulmaterialien, sondern auch für Mittagsverpflegung, für die Mitgliedschaft im Sportverein und für Maßnahmen zur Lernförderung zu bestreiten.

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