Pressemeldung Nr. 55 vom

Debatte um Vorstandsgehälter bei VW Anja Piel: „Die Politik soll nicht pfuschen, sondern handeln“

Darum geht’s

Im VW-Aufsichtsrat zum Eklat gekommen, weil Wirtschaftsminister Althusmann wegen mangelnder Informationen einer Vorlage zu den Vorstandsvergütungen nicht zustimmen wollte, die Ministerpräsident Weil bereits kannte. Der VW-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller hat die Forderung, Vorstandsvergütungen zu deckeln, mit Verhältnissen in der DDR verglichen. Wirtschaftsminister Althusmann kritisiert nun den VW-Vorstand: Dieser könne „sich schlecht über Politiker beschweren, die einem ins Handwerk pfuschen.“ (HAZ, 27.03.)

Das sagen die Grünen

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende

„Die Äußerungen von Matthias Müller sind hanebüchen und unangemessen. Wenn Politik der Wirtschaft Leitplanken setzt, ist das nicht Planwirtschaft, sondern genau die Verantwortung, die ein Konzern wie VW über Jahre hat vermissen lassen.“

„Leider ist die Landesregierung dieser Verantwortung offenbar nicht gewachsen. Weil und Althusmann haben keinen gemeinsamen Kurs, um im VW-Aufsichtsrat Stärke zu entwickeln. Ist das die angekündigte Professionalisierung, für die ja extra Stellen im Wirtschaftsministerium geschaffen wurden? Ein Wirtschaftsminister soll nicht pfuschen, er muss handeln!“

„Von höheren Managergehältern wird übrigens kein Diesel sauberer und kein betrogener Autokäufer entschädigt. Jetzt wäre der Zeitpunkt, dass die Landesregierung endlich technische Nachrüstungen einfordert!“

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